Nähcafé

Viele Aktivitäten im Nähcafé

Wann ist das?

alle zwei Wochen immer mittwochs und donnerstags 15 Uhr – 17 Uhr.

Wo ist das?

Gemeinschaftsunterkunft Ulmerstraße 117 74341 Aalen

Wie melde ich mich an?

Es ist keine Anmeldung nötig. Einfach vorbeikommen.

Noch Fragen?

Dann schreib sie uns an: kontakt@kulturkueche-aalen.de

Seit Februar 2016 gibt es das Nähcafé in der Gemeinschaftsunterkunft an der Ulmer Straße. Es ist ein kleiner Raum von ca. 18 m², den ehrenamtliche Helferinnen in vielen Stunden Arbeit eingerichtet haben. Vorhänge, Blumenvasen und eine gemütliche Sitzgruppe machen den Raum wohnlich. In der winzigen Küchenzeile können Kaffee und Tee gekocht werden. Das Wichtigste aber, sind die Tische mit den vier Nähmaschinen und zwei Schränke, die als Stofflager dienen. Alle Nähmaschinen, die Stoffe und das Zubehör – wie Faden und Knöpfe – wurden gespendet. Die Schubkastenfächer, in denen viele Kurzwaren – wie Reißverschlüsse und Knöpfe – aufbewahrt werden, hat die Kulturküche gekauft. Die ehrenamtlich tätigen Frauen bieten alle 14 Tage, jeweils Mittwoch und Donnerstag von 15 Uhr bis 17 Uhr den Geflüchteten die Möglichkeit, Kleider zu ändern und einfache Sachen zu nähen. Daneben werden Kaffee, Tee und Kuchen geboten und zu einem kleinen Plausch eingeladen. Viele Frauen nehmen das Angebot an, schauen vorbei, kürzen eine Hose oder trinken ein Tässchen Kaffee. Besonders geschickte Näherinnen schneidern sich auch mal ein Kleid mithilfe der gespendeten Nähmaschinen und der Stoffe. Ab und zu überlegen sich die Helferinnen auch kleine Sonderaktionen. So durften die Kinder der Unterkunft auch mal kleine Stoffhunde nähen – ein Angebot, das mit großer Begeisterung angenommen wurde. Und als im Rahmen einer Ferienaktion für die Kinder die Möglichkeit bestand, eine Schürze zu nähen, entpuppten sich einige als begeisterte Hobbynäherinnen und präsentierten stolz ihre Kinderschürzen. Auch ein Männertag fand großen Anklang. In vielen Ländern, aus denen die Geflüchteten kommen, ist Schneider ein Männerberuf. Und so setzten sich die Wartenden auch gleich an die Nähmaschinen und kürzten Hosen, flickten schadhafte Wäsche oder änderten die gespendeten Kleidungsstücke. Immer wieder möchte eine der Besucherinnen stricken oder häkeln lernen. Da es in vielen Ländern andere Stricktechniken gibt, führt dies oft zu großen Diskussionen und viel Gelächter. Schon viele nützliche Dinge sind im Nähcafé entstanden. Besonders beliebt sind Loops und die traditionellen Kopfbedeckungen. Aber mittlerweile versuchen viele der Frauen auch, ihre Zimmer mit Vorhängen, Bettüberwürfen oder bunten Kissen, wohnlicher zu gestalten.