„Russische Küche – mehr als Borschtsch“

20. November 2017

Begrüßt wurden die Gäste an diesem Abend sehr russisch mit Kaviarhäppchen und einem kleinen Wodka. Rosemarie Wilhelm freute sich über neue Gesichter und verwies auf die Kochtreffs der Kulturküche bis März 2018, deren Titel inzwischen alle feststehen.

Dann ging es an die Zubereitung von „Schwiegermutterzunge“ und „Fauler Hund“. Oxana Hoffmann, unsere reizende Köchin mit  russisch- kasachischen Wurzeln, hatte die Speisenfolge zusammengestellt.

Temperamentvoll erzählte sie, dass die gefüllten Auberginenscheiben ziemlich scharf sind und deshalb mit der erwähnten Zunge verglichen werden. Und der faule Hund entpuppte sich als köstlicher Kuchen, der nach den herzhaften Pelmeni, die bei keinem russischen Essen fehlen dürfen, und dem Buchweizen mit Rindfleisch und Gemüse genossen wurde. Zum Kuchen gab es natürlich einen kräftigen Schwarztee, der im Samowar der Kulturküche zubereitet wurde.

Zum Testen hatten Oxana und ihr Partner auch vier verschiedene Kostproben russischen Biers mitgebracht.

Aber die Teilnehmer des Kochtreffs wurden nicht nur mit köstlichen Speisen verwöhnt, bei deren Herstellung alle kräftig mithalfen. Sie erfuhren auch einiges über die russische Seele und bekamen von Oxana Tipps für den Umgang mit russischen Menschen, z. B. dass man Frauen zwischen 15 und 100 nur mit Fräulein anredet, die Anrede „Frau“ empfinde jede Russin als Beleidigung.

Die sehr gastfreundlichen Russen neigen zu langen Trinksprüchen und jeder möchte an einem solchen Abend loswerden, was er auf der Seele hat. Hier wird aus dem Trinkspruch nicht selten eine Reihe langer Reden. Auch das Witze-Erzählen lieben die Russen an einem Abend mit Gästen sehr, je gestenreicher vorgetragen umso besser. Überhaupt sitzt man in Russland stundenlang am Tisch zusammen, ohne dass abgeräumt wird, es wird immer wieder Neues zum Essen und Trinken aufgetragen, es wird zwischendurch gesungen und getanzt.

Fast war es auch so bei uns an diesem sehr gelungenen Abend…… aber da war ja noch der Abwasch!